A calibration of nucleic acid (PCR) by antibody (IgG) tests in Germany: the course of SARS-CoV-2 infections estimated

https://www.aletheialib.org/doc/869


abstract :
Das wichtigste Ergebnis unserer Analyse der ALM-Daten zu Nukleinsäureamplifikationstests (PCR aus Schleimhautabstrichen) und IgG-Antikörpertests (serologische Tests) auf SARS-CoV-2 in Deutschland zwischen Mitte März 2020 und Sommer 2021 lautet wie folgt: Nur 14 % – und möglicherweise sogar weniger, bis zu 10 % – der Personen, die mittels PCR-Test als SARS-CoV-2-positiv identifiziert wurden, waren tatsächlich infiziert, was durch nachweisbare IgG-Antikörper belegt wurde.
Unsere Schlussfolgerung ist zweigeteilt. Erstens wurden die von den ALM-Labors durchgeführten IgG-Tests vom RKI in Auftrag gegeben, das wiederum dem BMG unterstellt ist. Dennoch wurde die Datenerfassung offenbar nach cw21(2021) eingestellt oder zumindest die öffentliche Berichterstattung über die Daten auf der ALM-Website (23) eingestellt. Die von ALM beobachteten und veröffentlichten IgG-Ergebnisse wurden vom RKI bis heute nicht anerkannt oder kommuniziert, obwohl die Transparenz bei der Berichterstattung über solche Daten sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch im Hinblick auf die öffentliche Rechenschaftspflicht obligatorisch sein sollte. Zweitens war der Anteil der deutschen Bevölkerung mit einer nachweisbaren Immunantwort auf SARS-CoV-2 bereits Ende 2020 beträchtlich. Zu diesem Zeitpunkt trug etwa ein Viertel der Bevölkerung IgG-Antikörper in sich, wobei dieser Verlauf fast ausschließlich durch natürliche Infektionen bestimmt war. Bis Ende 2021 könnte praktisch die gesamte deutsche Bevölkerung als IgG-positiv angesehen werden.
Offensichtlich wurde ab März 2020 eine nationale deutsche serologische Antikörper-Kohortenstudie durchgeführt – initiiert und überwacht vom RKI und BMG –, die jedoch nie als solche öffentlich kommuniziert wurde und bis heute nicht angemessen analysiert wurde. Infolgedessen hatten die deutschen Behörden zeitnahen und zuverlässigen Zugang zu Daten, die den Verlauf der IgG-Seropositivität verfolgten – Daten, die tatsächlich nahezu repräsentativ für die Bevölkerung waren. Diese Daten hätten als objektiver Maßstab für die Überwachung der proklamierten „Epidemie von nationaler Tragweite” dienen können.
Stattdessen wurde dieses evidenzbasierte und repräsentative serologische Signal zugunsten der wöchentlichen absolutenZahl positiver PCR-Tests – der sogenannten „Sieben-Tage-Inzidenz” – außer Acht gelassen. Diese Definition der Inzidenz liefert zweifellos eine wissenschaftlich bedeutungslose Zahl im Zusammenhang mit der Infektionsdynamik, da sie vollständig von der willkürlichen (oder vorgeschriebenen) Anzahl der durchgeführten PCR-Tests abhängt. Es handelt sich also nicht um einen objektiven Indikator für die epidemiologische Realität, sondern um eine administrativ vorgeschriebene Zahl, die eher den politischen Willen als wissenschaftliche Genauigkeit widerspiegelt. Unverständlicherweise wurde diese 7-Tage-Inzidenz-Kennzahl sogar in das deutsche Infektionsschutzgesetz als quantitative Grundlage für die Verhängung hochrestriktiver Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit aufgenommen. Die methodischen Mängel und institutionellen Prozesse, die ihre Erhebung zum politischen Status ermöglicht haben, erfordern eine kritische Neubewertung – nicht nur, um ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden, sondern auch, um das Vertrauen in eine evidenzbasierte Steuerung der öffentlichen Gesundheit wiederherzustellen.

article_id :
869

author :
Michael Günther;Robert Rockenfeller;Harald Walach

comment :
Deutschland: "Nur 14 % – und möglicherweise sogar weniger, bis zu 10 % – der Personen, die mittels PCR-Test als SARS-CoV-2-positiv identifiziert wurden, waren tatsächlich infiziert, was durch nachweisbare IgG-Antikörper belegt wurde.
https://x.com/bbarucker/status/1978452828034097266?s=46

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Von 2020 bis 2022 waren wir dem Wahn des Testens verfallen. Speziell Österreich, das als Test-Weltmeister galt und mehr getestet hat als Deutschland und Schweden zusammen. Österreich hat sogar das Kunststück geschafft, mehr Geld fürs Testen als fürs Impfen auszugeben.
Nun weisen zwei deutsche Wissenschaftler in einer sensationellen Studie nach, dass nur jeder siebte positive PCR Test tatsächlich eine Corona Infektion angezeigt hat. (Siehe Interview in der aktuellen Ausgabe des Magazins Mulitpolar. Link im 1. Kommentar).

Diese Entdeckung gelang dem Physiker Michael Günther (Uni Stuttgart) und dem Mathematiker Robert Rockenfeller (Uni Koblenz) indem sie die veröffentlichten deutschen PCR-Resultate mit den erhobenen Antikörper-Bluttests verglichen haben.
Nur wenn sich im Blut spezifische Antikörper gegen SARS CoV-2 gebildet haben, kann von einer gesicherten Infektion gesprochen werden. Viele der PCR Tests haben jedoch offenbar nur Virenteile an den Schleimhäuten gefunden, die bereits vom Immunsystem unschädlich gemacht worden sind. Diese Viren sind also mit ihrem Versuch, die Person zu infizieren an der ersten Linie der Körperabwehr gescheitert. Da der PCR-Test aber nicht zwischen toten und aktiven Viren unterscheiden kann, waren der Großteil der Tests - nämlich 86 Prozent - falsch positiv.

Auch beim Immunitätsstatus der Bevölkerung wurde geschummelt. Ende 2020 hatten nach den Resultaten der Antikörpertests nämlich bereits ein Viertel der deutschen Bevölkerung eine aufrechte Immunität. Das Robert Koch Institut gab jedoch im November 2020 bekannt, dass nur 2,8 Prozent der Deutschen Antikörper gebildet haben. Dahinter stand offensichtlich der Versuch des RKI, die Leute zum Impfen zu treiben: "Wenn man schon Mitte 2020 eine Impfkampagne plant und man möchte viele Menschen davon überzeugen, sich impfen zu lassen, dann muss man mit einem möglichst geringen Schutz der Bevölkerung argumentieren", vermutet Robert Rockenfeller. "Da ist ein Wert von unter drei Prozent überzeugender als 25 oder fast 30 Prozent."
Als Ende 2021 heftig über die Impfpflicht debattiert wurde, waren bereits 92 Prozent der Bevölkerung immun.

Abenteuerlich war auch der Weg zur Publikation dieser Studie. Sechs von sieben Fachjournalen, bei denen die Studie eingereicht wurde, haben die Veröffentlichung abgelehnt. Beim siebten, dem Journal 'Frontiers in Epidemiology' dauerte der Peer Review Prozess mehr als ein Jahr. "Unsere Studie ist im Grunde eine Provokation an das RKI", erklärt Michael Günther. "Das RKI hat jetzt die Möglichkeit, einen so genannten 'Letter to the Editor' zu schreiben, um darin nachzuweisen, dass wir einen Fehler gemacht haben."

https://multipolar-magazin.de/artikel/das-ist-nicht-hinnehmbar

doi :
10.3389/fepid.2025.1592629

journal :
Front. Epidemiol.

title :
A calibration of nucleic acid (PCR) by antibody (IgG) tests in Germany: the course of SARS-CoV-2 infections estimated

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year :
2025

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