Clinical and Proteomic Associations of SARS-CoV-2 Infection and COVID-19 Vaccination in Multimorbid Patients: A Cross-Sectional Observational Study

https://www.aletheialib.org/doc/880


abstract :
Impfstoffe spielten eine entscheidende Rolle in der COVID-19-Pandemie, aber ihre langfristigen biologischen Auswirkungen und ihre Wirksamkeit bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen werden weiterhin intensiv untersucht. In dieser Studie wurden die klinischen Ergebnisse, Komorbiditäten sowie systemische Biomarker- und Proteomprofile von 366 multimorbiden Patienten bewertet, die anhand ihres SARS-CoV-2-Infektions- und Impfstatus in vier Gruppen eingeteilt wurden (COV+ vac+, COV+ vac−, COV− vac+, COV− vac−). Es wurden klinische und Labordaten, einschließlich Komorbiditäten und relevanter Biomarker, erhoben. Eine Proteomanalyse mittels Massenspektrometrie wurde durchgeführt, um molekulare Veränderungen im Zusammenhang mit der Infektion und der Impfung zu identifizieren. Statistische Analysen untersuchten Zusammenhänge zwischen dem klinischen Status, den Biomarkern und den Patientenergebnissen. Da die meisten Teilnehmer mRNA-basierte Impfstoffe erhielten, spiegeln die Ergebnisse in erster Linie die Reaktionen auf Spike-Protein-exprimierende Plattformen wider.

Die Biomarker für Herz- und Nierenstress – nämlich proBNP und Carbamid – waren bei geimpften Personen erhöht. Fünf Todesfälle traten in der COV+ vac+ Gruppe und zwei in der COV+ vac− Gruppe auf, von denen die meisten eher auf eine Verschlimmerung bereits bestehender chronischer Erkrankungen als auf eine COVID-19-Pneumonie zurückzuführen waren. Der Schutz vor Durchbruchsinfektionen ließ mit der Zeit nach, insbesondere mehr als 200 Tage nach der Impfung. Mittels Massenspektrometrie wurden Proteine wie Aktin, Fibrinogenketten und SAA2 als potenzielle diagnostische Ziele identifiziert. Obwohl das Querschnitts-Observationsdesign die Möglichkeit, kausale Schlussfolgerungen zu ziehen, einschränkt, unterstreichen die beobachtete nachlassende Immunität und potenzielle systemische Veränderungen bei geimpften multimorbiden Patienten die Bedeutung einer longitudinalen Nachbeobachtung, um maßgeschneiderte Immunisierungsstrategien und die Überwachung nach der Impfung in Hochrisikogruppen zu steuern.

article_id :
880

author :
Anett Hudák; Aladár Pettko-Szandtner; et al.

comment :
Die Studie „Clinical and Proteomic Associations of SARS-CoV-2 Infection and COVID-19 Vaccination in Multimorbid Patients“ (Int. J. Mol. Sci. 2025, 26(16), 8007) untersuchte klinische Folgen, Biomarker und proteomische Veränderungen bei 366 mehrfach erkrankten („multimorbiden“) Patient:innen, die in vier Gruppen unterteilt wurden: Infiziert/geimpft, infiziert/nicht geimpft, nicht infiziert/geimpft und nicht infiziert/nicht geimpft.
Wesentliche Ergebnisse zur Impfung
• Die meisten Teilnehmenden erhielten mRNA-Impfstoffe; das Studiendesign bildet deshalb vor allem die Effekte von Impfungen mit Spikeprotein-basierten Plattformen ab.
• Biomarker für kardiale und renale Belastung (proBNP, Carbamid) waren bei Geimpften erhöht. Dies wird als mögliches Signal für eine Belastung dieser Organsysteme interpretiert — insbesondere bei multimorbiden Patient:innen, für die ohnehin ein höheres Risiko besteht.
• Es traten sechs Todesfälle auf: fünf in der Gruppe „infiziert und geimpft“, zwei in der Gruppe „infiziert und ungeimpft“. Die Todesfälle wurden überwiegend als Folge von Verschlechterungen chronischer Erkrankungen (Herz- und Nierenerkrankungen) und nicht von COVID-19-Pneumonie eingeordnet. Ein direkter kausaler Zusammenhang zur Impfung wird zurückhaltend diskutiert.
• Der Schutz gegen „Breakthrough Infektionen“ („Impfdurchbrüche“) ließ nach über 200 Tagen deutlich nach, was mit dem bekannten Immunitätsverlauf nach COVID-19-Impfungen übereinstimmt.
• Die massenspektrometrische Proteomanalyse zeigte, dass Proteine wie Aktin, Fibrinogenketten und SAA2 als diagnostische Zielproteine infrage kommen

Es traten sechs Todesfälle auf: fünf in der Gruppe „infiziert und geimpft“, zwei in der Gruppe „infiziert und ungeimpft“. Die Todesfälle wurden überwiegend als Folge von Verschlechterungen chronischer Erkrankungen (Herz- und Nierenerkrankungen) und nicht von COVID-19-Pneumonie eingeordnet. Ein direkter kausaler Zusammenhang zur Impfung wird zurückhaltend diskutiert.

Insgesamt werden aus den Ergebnissen Hinweise auf mögliche Belastungen der Herz- und Nierenfunktion bei multimorbiden Geimpften abgeleitet, aber eine generelle Bewertung der Impfung als „gefährlich“ oder „bedenkenlos“ erfolgt nicht

journal :
Int. J. Mol. Sci.

title :
Clinical and Proteomic Associations of SARS-CoV-2 Infection and COVID-19 Vaccination in Multimorbid Patients: A Cross-Sectional Observational Study

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year :
2025

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